MOOC

Verschiedene Varianten

xMOOC

Diese xMOOC Variante ist gekennzeichnet durch klare Kursziele, eine klare Kursorganisation, eine feste Struktur, Angebote von Videovorlesungen und Übungen in technisch-orientierten Kursen. Sie laufen meist über eine Plattform mit dahinterliegendem Geschäftsmodell ab.

Erfolgsfaktoren dieser xMOOCs sind nach Hannes Klöpper (2013):

  1. Neuartiger Einsatz von Videos:  In sogenannten „Erklärvideo“ wird das zu vermittelnde Wissen in kleine Lerneinheiten aufbereitet (2-5 Min.)
  2. Unmittelbares Feedback: Nach einem Video stehen MultipleCoice-Fragen zur Bearbeitung zur Verfügung. Es erfolgt eine unmittelbare Rückmeldung über die Richtigkeit der Antwort durch das System.
  3. Soziale Interaktion: In einer Vielzahl an Teilnehmenden  gibt es auch viele die aktiv mitarbeiten. Dadurch entstehen bei den Teilnehmenden untereinander niedrige Beantwortungszeiten bei aufkommenden Fragen im Forum. Durch Peer-to-Peer-Reviews beispielsweise in Form des Bewertungssystems der Forenbeiträge werden qualitativ gute Beiträge prominent für alle dargestellt.
  4. Event-Charakter:  Zeitstrukturierung

cMOOC

In der cMOOC Variante lernen Teilnehmende selbstorganisiert und kooperativ durch die Vernetzung der Personen und Materialen im Web. Dabei bestimmen sie ihr Lerntempo und ihren Aktivitätsgrad selbst. Das „c“ steht für Konnektivismus (connectivism) und referiert auf Kurse von Downes und Siemens, bei denen Teilnehmende an folgenden Aktivitäten teilnehmen:

  1. Orientieren (aggregate): Von den bereitgestellten Materialien sollen die Teilnehmer nur die Sachen lesen, die Sie persönlich interessieren, um eigene Schwerpunkte zu setzen.
  2. Ordnen (remix): Danach werden die Materialien persönlich archiviert und gegebenenfalls weiterverbreitet.
  3. Beitragen (repurpose): Das Material sind reflektiert und bestenfalls ein eigener Standpunkts daraus entwickelt. Durch Nutzung der Web 2.0 Werkzeuge, die die  Veranstalter/innen demonstrieren, erweitert sich auch die Medienkompetenz der Teilnehmenden.
  4. Teilen (feed forward):  Standpunkte, Gedanken und Fragen können mit anderen Teilnehmenden im Web geteilt werden. Dadurch besteht die Möglichkeit, Rückmeldungen und weitere Perspektiven von anderen zu erhalten.

Blended MOOC

Eine reguläre Hochschulveranstaltung wird für Externe teilweise geöffnet und zeitweise ins Web verlegt. In der Präsenzphase an der Hochschule bleiben die eingeschriebenen Studierenden unter sich und in der Online-Phase werden über synchrone (z.B. Expertengespräche im virtuellen Klassenzimmer) und asynchrone Kommunikation (Blogbeiträge, Kommentare, Newsletter, Twitter) Themen diskutiert und vertieft. Ein Beispiel ist der Open Online Course ocwl11, als erster deutschsprachiger Onlinekurs mit universitären Curriculum (http://ocwl11.wissensdialoge.de/).

Wie sich das „Blended“ bei MOOC ausgestaltet, war uns nicht ganz klar. Durch die Gruppengröße (massiv >150 Teilnehmende) wird sich eine Präsenzphase kaum einrichten lassen. Anscheinend können in erster Linie die an der Hochschule eingeschriebenen von der Präsenzphase profitieren, alle weiteren Personen beschränken sich auf die Online-Phase(n) im Web.

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