Konnektivismus und die Rolle von Dozenten/innen

In dieser Woche haben wir miteinander herausgefunden, was das Lehren (und Lernen) in einem MOOC von klassischen Online-Kursen unterscheidet.

Stephen Downes und George Siemens führen den Begriff „Konnektivismus“ als Lerntheorie ein, bei der man sich nicht nur mit neuen Arten des Lernens, sondern auch mit der Technologie des Lernens beschäftigt. Die Besonderheit an dieser Theorie ist, Wissen über Verknüpfungen (connect) zu verteilen. Wissen lässt sich somit nicht erwerben, sondern lediglich weiterentwickeln und kann Verknüpfungen herstellen. Man kann es sich wie ein Netzwerk vorstellen, dass wächst und sich ausweitet.  Die Haupteigenschaften des Konnektivismus beziehen sich daher klar auf den Umgang mit Netzwerken:

  • Der Focus liegt auf der Weiterentwicklung und dem Wachstum von Netzwerken
  • Konnektivismus sei die Theorie erfolgreicher Netzwerke

Konnektivismus

Außerdem haben wir uns die Rolle des/der Dozenten/in genauer angeschaut und festgestellt, dass es das klassische Rollenverständnis von Lehrenden mittlerweile viel größere Ausmaße annimmt. So gibt es beispielsweise die Rolle des „Convener“, der ganz im Sinne des Konnektivismus Netzwerke schafft und so verschiedene Lerngruppen zusammenbringt. Oder den „Facilitator“, welcher für das Bereitstellen von Ressourcen oder den Umgang mit verschiedenen Medienformaten verantwortlich ist. Neben vielen anderen Modellen, gibt es aber natürlich auch altbekannte Rollen wie den „Moderator“, der für einen fairen und organisierten Ablauf von Diskussionen bereit steht. Alle Rollen haben jedoch eins gemeinsam, sie beanspruchen eine aktive Teilnahme des/der Lehrenden anhand demonstrativer Vermittlung von Taktiken und Techniken. Einen genaueren Einblick in die verschiedenen Rollen von Dozenten/innen können Sie durch Klick auf den Link bekommen.

Wenn man MOOCs aus Sicht traditioneller Lehrveranstaltungen betrachtet, dann stellt sich die Frage, wie lassen sich die Studierenden motivieren. Downes vertritt allerdings den Standpunkt, dass Personen, die sich auf einen MOOC einlassen bereits motiviert sind, weil ein MOOC völlig freiwillig ist und man selbst entscheiden kann, wie stark man sich in einem MOOC einbringt. Auch die Frage nach Vorkenntnissen und Lernstrategien beantwortet Downes damit, dass an MOOCs meist Personen mit vorheriger Schul-/Hochschulbildung teilnehmen und deshalb diese Kenntnisse mitbringen. Innerhalb eines MOOCs können diese Fähigkeiten verstärkt und gefestigt werden, aber sie werden nicht neu gelehrt.

Mit MOOCs versucht man eine Umgebung zu schaffen, wo Personen, wie fortgeschrittene Denker, Motivatoren, Argumentierende und Lehrende, ihre Fähigkeiten in einer Öffentlichkeit durch Interaktion mit anderen Personen üben können. Wir freuen uns darauf dies nächste Woche einmal selbst auszuprobieren!

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